Österreichs Wirtschaft war einst stark staatlich gelenkt. Heute ist die Wirtschaft Österreichs nach den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft ausgerichtet. Dabei spielt in der Wirtschaft Österreichs eine sehr große Rolle, dass das Land seit 1995 Vollmitglied der EU ist. 2005 stand Österreich im Bezug auf das Pro-Kopf-BIP an 10. Stelle weltweit. Noch ein Jahr zuvor lag Österreich auf Rang 21. Geprägt ist die Wirtschaft sehr stark durch den Dienstleistungssektor. Dieser macht ca. 68 Prozent aus vom gesamten BIP. Doch auch der industrielle Sektor ist stark mit ca. 30 Prozent. Dabei befinden sich viele Unternehmen in Österreich heute in ausländischer Hand. Dies ist die Folge der Privatisierung von Staatsunternehmen in den 1990er Jahren nachdem der Eiserne Vorhang gefallen war. Denn geprägt war die Wirtschaft Österreichs zuvor sehr stark vom Handel mit den Ländern des Ostblocks. Die günstige Lage zu Ungarn und auch die Nähe zu Tschechien und der Slowakei begünstigten einen entsprechenden Handel mit diesen Ländern.
Tourismus – einzigartige Rolle
In Österreichs Wirtschaft nimmt allerdings ein Sektor eine ganz wichtige Rolle ein – der Tourismus. Dieser wird allerdings sehr stark von Einheimischen betrieben. Gästezimmervermietungen gehören schon seit vielen Jahrzehnten zum Nebeneinkommen von sehr vielen Österreichern. Vor der Einführung des Euros spielten auch die Wechselstuben eine große Rolle. Jährlich kommen Millionen von Touristen aus nah und fern nach Österreich, um dort Winter- oder Sommerurlaub zu machen. Attraktiv ist das Land durch die gut ausgebaute Infrastruktur in jeder Jahreszeit.
Wichtig geworden ist für Österreichs Wirtschaft in den letzten Jahren wieder zunehmend die Landwirtschaft. Es sind allerdings überwiegend kleinstrukturierte Landwirtschaftsbetriebe, die im Flachland vor allem biologische Landwirtschaft betreiben. Deren Anteil beträgt in Österreich ca. 10 Prozent. Und dies ist europaweit einzigartig.